Zielsetzung & Schwerpunkte

Latein ist keineswegs eine „tote Sprache“! Es lebt als „Basissprache Europas“ in vielfältiger Weise weiter und prägte ebenso wie die Römische Kultur unsere Gegenwart.

Die romanischen Sprachen wie Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch haben sich aus dem Lateinischen entwickelt; die englische, aber auch die deutsche Sprache wurde davon stark beeinflusst. Daher ist Latein Basissprache für den modernen Fremdsprachenunterricht und ermöglicht ein leichteres Lernen von Fremdsprachen und ein besseres Verständnis von Sprache überhaupt. Nach wie vor ist das Latinum nützlich oder sogar Voraussetzung für viele Studienfächer.

Tüftelt und knobelt Ihr Kind gerne? Latein schult das analytische und kreative Denken!

Ein besonderes Anliegen ist uns die Vermittlung von Themen, die das Leben und den Alltag der Römer betreffen, aber auch ihre Kultur und die historischen Rahmenbedingungen. Der Umgang mit Texten römischer Autoren fordert zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit den verschiedensten Themen der menschlichen Existenz heraus. Er ermöglicht die Begegnung mit Geschichte, Archäologie, Kunst, Philosophie und Rhetorik der Antike, fördert Toleranz und kulturelle Offenheit.

  • Auf einer Exkursion nach Ladenburg entdecken wir Spuren der Römer in der Umgebung.
  • Ein Höhepunkt ist jedes Jahr unsere Studienfahrt nach Rom, wo wir unmittelbar erleben, was das antike und moderne Rom zu bieten hat!

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Schulcurriculum Latein.

Text: Dagmar Weinmann

Auslandsfahrt nach Rom

In der Mittelstufe findet normalerweise eine Fahrt nach Rom statt. Die allgemeine Beschreibung findet ihr hier.

Diese Fahrt ist ausgesetzt, solange die epidemische Lage dies nicht zulässt.

Romfahrt 2018

Die einleitenden Worte des letzten Elternbriefes „Es ist so weit. Wir fahren nach Rom!“ gaben mir zu verstehen, dass sich das monatelange Warten endlich einem Ende zugeneigt hatte. Bald würde ich die antike Stadt der alten Römer und Sehenswürdigkeiten, die ich zuvor nur auf Bildern bewundern konnte, mit eigenen Augen sehen.

Am Tag der Reise stiegen die Spannung und die Vorfreude weiter an. In Rom angekommen, ging es direkt ins Hotel, wo wir unsere Zimmer aufsuchen und unser Gepäck verstauen konnten.

Bereits am ersten Tag bekamen wir die Möglichkeit, die Gegend um das Hotel herum eigenständig zu erkunden, wobei wir stets in einer kleinen Gruppe zusammenbleiben sollten. Dies hatte einen berechtigten Grund, da die Kriminalitätsrate Roms ziemlich hoch ist. Tagtäglich werden Menschen bestohlen, bei welchen es sich insbesondere um Touristen handelt. Trotzdem ist in allem, so auch in dieser Situation, stets etwas Positives vorhanden. Schließlich waren wir nun in unserem eigenen Interesse dazu verpflichtet, umsichtiger und verantwortungsbewusster zu handeln.

Die folgenden Tage waren von einer angenehmen Kombination aus Sightseeing und Freizeit geprägt, sodass wir zum einen die Möglichkeit bekamen, unser historisches Wissen zu erweitern und zum anderen noch immer genug Zeit für uns selbst und unsere Freunde hatten. Mein persönlicher Favorit der Reise ist und bleibt der Petersdom, von dessen Kuppel aus man einen atemberaubenden Ausblick über Rom genießen kann.

Auch das über 2.000 Jahre alte Kolosseum, das größte Amphitheater der Welt, ließ mich aufgrund seiner Größe und Bedeutung staunen. Ebenso beeindruckte mich die Vorstellung, dass an diesem Ort, lang vor unserer Zeit, Gladiatorenkämpfe stattgefunden haben, welche die Bewohner Roms anzogen und für diese zur Unterhaltung dienten.

Darüber hinaus bekam ich die Möglichkeit, meine Lateinkenntnisse nun auch außerhalb des Lateinunterrichts anzuwenden. Bereits am ersten Tag fielen mir unzählige Parallelen zwischen der lateinischen und italienischen Sprache auf, wodurch ich Schilder oder Hinweise, die auf Italienisch verfasst waren, oftmals problemlos entziffern konnte. Selbst die Bedeutung jahrtausendealter Inschriften an Sehenswürdigkeiten konnte ich oft schnell erahnen. Dies gab mir zu verstehen, wie bedeutend die lateinische Sprache noch heute ist und dass einige Sprachen ihren Ursprung in ihr haben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Rom mich viel Neues gelehrt hat und mir insgesamt nur Positives mit auf meinen weiteren Weg geben konnte. Neben den ganzen historischen Fakten wurde mir außerdem bewusst, wie wichtig Aufmerksamkeit und Verantwortung, gerade in einer großen Stadt, tatsächlich sind. Besonders das tägliche Programm, welches sowohl Ausflüge als auch genug Freizeit umfasste, prägte die unvergessliche Zeit in der Stadt der alten Römer.

Inzwischen war ich bereits dreimal in Rom und würde, sobald es möglich ist, die Reise in die Stadt der Ewigkeit jederzeit wieder antreten.

Text: Ceyda Gelirli

Die Römer in Deutschland

Nur ca. dreißig Minuten Zugfahrt vom Helmholtz-Gymnasium entfernt kann man in Ladenburg etliche Spuren der Römer finden. In der siebten Klasse wandeln unsere Lateinschülerinnen und -schüler an einem Schulcurriculumtag auf ebendiesen Spuren und können einiges von dem, was sie bis dahin bereits über das Leben der Römer erfahren haben, entdecken.

Ende des ersten Jhs. n. Chr. entstand in Ladenburg aus einem Kastell und seinem Lagerdorf ein großer städteähnlicher Vicus als Mittelpunkt der Civitates der Neckarsueben mit Forum, Marktbasilika, Thermen und einem Theater.

Bei einer Führung durch das Lobdengaumuseum erfahren die Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissenswertes über die Vorgeschichte Ladenburgs, sondern z.B. auch etwas über die Ausrüstung und Kampfgewohnheiten der römischen Soldaten, deren Ess- und Trinkgewohnheiten, über Inschriften auf römischen Grabmälern, römische Götter u.v.m.

Auf einer Stadtrallye werden schließlich antike und moderne Überreste aus der Römerzeit gesucht und gefunden. Dabei kann man u.a. antike Hausmauern entdecken, die in eine kleine Freilichtanlage integriert sind und neben der St.-Gallus –Kirche die Relikte einer römischen Markthalle.

Text: Annekatrin Kinting

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