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Venedig la Serenissima! - Studienfahrten 2026

Am 08. Juni 2026 ging es für die Jahrgangsstufe 1 des Helmholtz-Gymnasiums auf die Studienfahrten.

Diese begann für unsere Gruppe – bestehend aus 20 Schüler*innen, begleitet von Frau Rennow, Frau Dr. Frambach und Herrn Schünicke - um 08.00 Uhr morgens am Mannheimer Hauptbahnhof, von dem aus wir die Reise nach Padua, einer Provinz im norditalienischen Venetien, antraten. Nach einer zehnstündigen Zugfahrt von sonnigem Wetter empfangen, begann nach unserer Ankunft im Hotel auch schon unsere erste Stadttour, die von drei Schülern organisiert und geleitet wurde, um die Umgebung besser kennenzulernen. Dabei führten sie uns zunächst auf dem Weg zur beeindruckenden Basilika des Antonius über die lebendige Piazza delle Erbe, bevor die Tour schließlich im Park Prato della Valle endete. Daraufhin suchten die meisten, entlassen für den restlichen Abend, ihre erste Pizzeria auf.

Am darauffolgenden Dienstag verschlug es uns nach dem Frühstück in die charmante Stadt Verona. Da uns zwischen unserer Ankunft und dem geplanten Programmpunkt zwei Stunden blieben, konnten wir diese zur eigenständigen Erkundung der Innenstadt nutzen, woraufhin die gebuchte Stadtführung unsere ersten gesammelten Eindrücke mit Informationen über die Historie der Stadt ergänzte. Die Tour beinhaltete dabei unter anderem die Besichtigung der aus Marmor errichteten Arena di Verona, in welcher in der Vergangenheit primär Gladiatorenkämpfe abgehalten wurden, die heute jedoch als einzigartige Bühne für Konzerte und Opern dient. Im Anschluss führte die Tourleiterin uns durch diverse Wege und Gassen - vorbei an Straßen, die noch aus der Antike erhalten geblieben sind, Wohnhäusern aus der Renaissance, den Scaliger-Grabmälern sowie Symbolen, die auf mittelalterliche politische Konflikte zurückzuführen sind. Was in Verona zudem natürlich nicht ausblieb, war ein Abstecher zu den Häuser zweier Familien, auf denen das bekannte Theaterstück „Romeo und Julia“ von William Shakespeare basiert, wobei wir uns am Anblick der Casa di Giulietta nur von außen erfreuen konnten, da für den Eintritt mittlerweile Tickets erforderlich sind. Dass die Familien tatsächlich existierten, versicherte uns die Stadtführerin. Ob die tragische Liebesgeschichte auf wahren Ereignissen beruht, sei jedoch unbekannt. Verona aber entfaltet unabhängig von der Authentizität dieses historischen Hintergrundes durch seine beeindruckende Kulisse und Atmosphäre eine äußerst romantische Stimmung, die wir an unserem Tagesausflug intensiv wahrgenommen haben.

Der Mittwoch war der erste von zwei Tagen, den wir in Venedig verbrachten. Vor Ort angekommen, ging es für alle mit dem Wasserbus, auch „Vaporetto“ genannt, zum Standort unserer ersten Aktivität. Vor einer monumentalen, erhabenen Kirche, der Basilika Santa Maria della Salute, erfuhren wir zuerst durch mehrere Schülerreferate verschiedene Aspekte zur Lagunenstadt Venedig, wie z.B. die Auswirkungen des Klimawandels und des Massentourismus als auch kulturelle Details zu den ehemaligen Herrschaftsstrukturen und dem Karneval Venetiens. Anschließend betraten wir das überwältigende Bauwerk. Nach einer Pause führten wir unseren Aufenthalt am Markusplatz mit einem Besuch des Doms und des Museums fort, gefolgt von einem Spaziergang zur Rialtobrücke, woraufhin wir, überrascht von einem plötzlichen, heftigen Regenschauer, völlig durchnässt nach Padua zurückkehrten.

Der Donnerstag begann früher als die vorherigen Tage, da in Italien ein Streik im Schienenverkehr stattfand. Zusätzlich dazu erreichte uns auch noch die bedauernswerte Nachricht, dass wir einen Schüler krankheitsbedingt und Herrn Schünicke, der mit diesem im Hotel blieb, vermissen würden. Wir machten uns also in reduzierter Besetzung, doch dennoch voller Elan und Vorfreude auf den bevorstehenden Tag, erneut auf dem Weg nach Venedig, wo Mitschüler mittels informativer Referate verschiedene Themen vorstellten, die Italien prägen - wie etwa politische Konflikte, die Kulinarik und die Geschichte des Landes. Daraufhin bekamen wir eine Führung durch die 61. Kunst-Biennale, eine internationale, in zweijährigem Turnus stattfindende Großausstellung, in der uns vielfältige Formen der zeitgenössischen Kunst begegneten. Besonders eindrucksvoll war hier der österreichische Pavillon , gestaltet von Florentina Holzinger, in dem zu Beginn jeder Stunde eine spektakuläre Performance stattfand. Später setzten wir mit dem Boot auf die nahegelegene Insel Lido über, wo wir eine lang ersehnte Abkühlung von den vergangenen Tagen genossen. Den Abend beendeten einige gemeinsam mit unseren Lehrkräften in einem authentischen italienischen Restaurant.

Am Freitag hieß es für uns: „ab nach Hause“. Demnach bestand der Morgen aus Frühstücken und Kofferpacken aber auch einer von Mini-Schüler-Aufführung vor, welche die Studienfahrt nochmals abrundete, bevor wir uns endgültig verabschieden mussten.

Am Abend gegen 21.30 Uhr erreichten wir nach einer ermüdenden Zugfahrt wieder den Mannheimer Hauptbahnhof.

 

Text: Nili Seddiqui; Fotos: Adriana Lazarova