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Exkursion in den Käfertaler Wald – Waldökologie vor Ort erleben

Gemeinsam unternahmen die Schülerinnen und Schüler der beiden Biologie-Leistungsfächer – des deutschsprachigen und des bilingualen Kurses – eine halbtägige Exkursion zum Waldhaus Mannheim im Käfertaler Wald. Ziel war es, ökologische Untersuchungsmethoden kennenzulernen und theoretische Unterrichtsinhalte direkt im Gelände anzuwenden.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen – selbst im Wald war die Hitze deutlich spürbar – führten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Untersuchungen auf 5 × 5 Meter großen Versuchsflächen durch. Sie bestimmten die vorkommenden Pflanzenarten als Zeigerpflanzen, analysierten Bodenprofile, maßen den pH-Wert des Bodens sowie den Lichteinfall und werteten Niederschlags- und Temperaturdaten aus.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der spätblühenden Traubenkirsche. Die ursprünglich bewusst angepflanzte Baumart hat sich inzwischen zu einer invasiven Art entwickelt und verdrängt heimische Baumarten wie die Stieleiche. Ihr schnelles Wachstum, ihre hohe Schattentoleranz und der Umstand, dass junge Pflanzen von Rehen kaum verbissen werden, verschaffen ihr einen deutlichen Konkurrenzvorteil. Da sie nach dem Fällen erneut austreibt, kann sie nur durch vollständiges Ausgraben dauerhaft entfernt werden. Das Waldhaus Mannheim organisiert regelmäßig Arbeitseinsätze zur Bekämpfung der Traubenkirsche und freut sich über freiwillige Helferinnen und Helfer.

Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, biologische Arbeitsweisen unter realen Bedingungen anzuwenden und ökologische Zusammenhänge unmittelbar zu erleben. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und der Schutz heimischer Arten für den Erhalt unserer Wälder sind. 

             

Text: Dr. Ina Frambach

Fotos: Ulla Goss