Besuch der Gedenkstätte Struthof-Natzweiler
Am 29.04.2026 besuchten alle 9. Klassen des Helmholtz-Gymnasiums das elsässische Konzentrationslager Struthof-Natzweiler. Nach einer vorbereitenden Auseinandersetzung im Unterricht besichtigten die Schülerinnen und Schüler das Lagergelände, die dort befindliche Museumsbaracke sowie die unterhalb des Lagers gelegene Gaskammer. Im CERD, dem Europäischen Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers, konnten sie zudem einen Film zur Geschichte des Lagers anschauen.
Im Anschluss an die Exkursion fand eine Nachbesprechung statt. Hier einige ausgewählte Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler.
Der Besuch im ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof war eine emotionale Erfahrung. Unsere Erwartung war eigentlich, „nur“ ein Museum zu sehen, aber unsere Befürchtung, dass der Ort uns emotional echt mitnimmt, hat sich bestätigt. Besonders war der Kontrast: Die Natur und Umgebung sind wunderschön, aber direkt daneben stehen das Krematorium und im Wald die Gaskammer.
Was wir gelernt haben und der Unterschied zum Unterricht:
Im Unterricht haben wir viel über die Politik und Verbrechen der Nazis gelernt. Vor Ort ist es ein anderes Gefühl. Wenn man auf diesem Gelände steht, begreift man erst, was „Vernichtung durch Arbeit“ wirklich bedeutete. Dass Häftlinge im Steinbruch schuften mussten, bis sie umfielen, wurde durch die Sicht auf das Gelände viel realer als jedes Bild, was wir im Unterricht angeschaut haben, da man sich vorstellen konnte, was die Häftlinge durchmachen mussten.
Fazit:
Der Besuch war zwar bedrückend und hat unsere Befürchtungen bezüglich der Stimmung bestätigt, aber es war ein wichtiges Erlebnis. Es ist ein Unterschied, ob man über Geschichte liest oder dort steht, wo sie passiert ist. Das macht das Ganze, was wir im Unterricht besprochen haben zu echten Erinnerungen. Wir würden jedem, der sich für die Verbrechen der damaligen Zeit interessiert empfehlen, den Struthof zu besuchen, um sich selbst ein eigenes Bild zu machen.
Von Emma, Lia und Jasmin, Klasse 9
Der Besuch war für uns eine sehr eindrucksvolle und einprägsame Erfahrung. Schon als wir das Gelände betreten haben, haben wir direkt gemerkt, wie still und ernst dieser Ort ist. Respekt und Stille sind an diesen Ort oberste Priorität. Obwohl wir dieses Thema im Unterricht gründlich bearbeitet haben, hat dieser Besuch unser Wissen noch mal auf eine ganz andere Ebene gebracht, da wir wirklich direkt vor uns alles gesehen haben, wirkte alles noch mal viel realer und furchteinflößender. Deshalb ist es sehr wichtig, solche Gedenkstätte zu besuchen. Sie erinnern uns daran, was in der Vergangenheit passiert ist, und hilft uns dabei die Geschichte nicht zu vergessen.
Ela, Sirak, Amelie, 9e
Als ich angekommen bin, konnte ich gar nicht fassen, dass sich an einem Ort wie diesem eine solch schreckliche Geschichte sich abgespielt hat da der idyllische Schein des Ortes trügt. Auch das Wetter war sehr angenehm und schön. Als ich aber das Krematorium sah, überkam mich ein ungutes Gefühl. Außerdem haben kamen die kleinen Baracken, die sich die Insassen mit vielen teilen mussten, unmenschlich vor. Da sie meist zu dritt bis zu fünft ein Bett teilen mussten litten sie natürlich auch unter extremen Platzmangel. In den Baracken waren auch einiges an Ungeziefer, wodurch sie auch nicht ruhig schlafen konnten.
Henos 9a
