Die Vorfreude war groß, besonders da fast alle die Sehenswürdigkeiten Roms nur auf Bildern (Lateinbuch) und nicht in der Realität gesehen hatten. Auf der 17-stündigen Busfahrt durch Deutschland, die Schweiz und Italien wurde Spiderman 3 geschaut, bevor alle mehr oder weniger bis Rom kurzzeitig einnickten, um zehn Minuten später wieder aufzuwachen. An der "Statione Termini" - dem Hauptbahnhof - angekommen, luden wir schnell unsere Koffer aus und checkten im ca. fünf Gehminuten entfernten Hotel " Giorgina" ein. Nachdem alle Gepäckstücke in ein Zimmer verfrachtet wurden und sich alle kurz frisch gemacht hatten, ging es auch schon wieder zurück zum Busbahnhof, um zum "Campo de Fiori" zu gelangen. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Umgebung auf eigene Faust in Dreiergruppen zu erkunden . Wir testeten die ersten Eisdielen und fanden die ersten Trinkwasserbrunnen, die es in Rom an jeder Ecke gibt. Daraufhin besichtigten wir einige der vielen Wahrzeichen Roms: Die Piazza Navona, das Pantheon, den Trevibrunnen und die Spanische Treppe, in deren Umgebung wir zu Abend gegessen haben.
Die bekanntesten und größten Sehenswürdigkeiten Roms sahen wir am Dienstag: Das älteste und größte Forum Roms, das Forum Romanum mit der Kurie/Rathaus, der Basilika Julia und anderen Gebäuden, von denen jeder Lateiner von der ersten Lektion an träumt; das Kolosseum, den Mund der Wahrheit und den Circus Maximus. Beeindruckt fuhren wir zur Piazza Navona, genossen dort das römische Flair und ließen es uns bei Pizza und Pasta gutgehen. Am Halbfinaltag und in Halbfinalstimmung stand der Vatikan mit den Vatikanischen Museen, der Sixtinischen Kapelle mit dem imposanten Deckenfresko Michelangelos, mit der größten Kirche der Welt, dem Petersdom (inklusive Kuppel), der Engelsburg und dem Arapacis (einem alten Propagandatempel aus der Kaiserzeit) auf dem Programm. Durch die Museen und das Arapacis wurden wir von kompetenten Führerinnen geleitet, während wir Petersdom und Engelsburg selbstständig erkundeten. Bester Laune fuhren wir dann zum "Public Viewing" in einen großen Park - und in getrübter Stimmung zurück zum Hotel...
Nach diesen kulturellen Höhepunkten ließen wir es am nächsten Morgen etwas lockerer angehen und unternahmen einen Ausflug nach Ostia ans Meer, bevor wir durch Ostia Antica, eine antike Hafenstadt, geführt wurden. Abends gingen alle zusammen preiswert italienisch essen und es wurden die letzten Mitbringsel für die Daheimgebliebenen gekauft, da es am nächsten Tag schon wieder nach Hause ging. Aber vor der Abfahrt gab es noch einiges anzuschauen (Trajansmärkte, Kaiserforen und das Kapitol) und wir hatten fünf Stunden zur freien Verfügung, in denen knapp ein Fünftel der Gruppe zum Hard Rock Café "pilgerten". Die aufgrund des Streiks im öffentlichen Nahverkehr um eine Stunde verlängerte Busfahrt bekam diesmal im Gegensatz zur Hinfahrt kaum jemand mit, da alle todmüde von den Tagen in Rom und den Nächten im Hotel in ihren Sitze schliefen. Neben den gigantischen Bauwerken, die wir in Rom bestaunen durften, haben sich uns sicherlich auch die indischen Verkäufer eingeprägt, die uns á "Chakalaka Bumbum" Ramsch andrehen wollten. Doch können nur die, die mit uns diese tolle Woche erleben durften, das verstehen.
Wir möchten uns im Namen aller "Romfahrer" nochmals ganz herzlich bei unseren drei Lehrerinnen (Frau Schenk, Frau Weinmann, Frau Schön) für die tolle Organisation, bei unseren netten Führerinnen für die vielen Infos, bei unseren Busfahrern Hans und Klaus für die sichere Fahrt und zu guter Letzt bei allen für diese wirklich tolle Zeit bedanken. (Bericht; Rico Herzog und Ozan Aslan)
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