Latein

Zielsetzung & Schwerpunkte


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Latein ist keineswegs eine „tote Sprache“! Es lebt als „Basissprache Europas“ in vielfältiger Weise weiter und prägte ebenso wie die Römische Kultur unsere Gegenwart.

Die romanischen Sprachen wie Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch haben sich aus dem Lateinischen entwickelt; die englische, aber auch die deutsche Sprache wurde davon stark beeinflusst. Daher ist Latein Basissprache für den modernen Fremdsprachenunterricht und ermöglicht ein leichteres Lernen von Fremdsprachen und ein besseres Verständnis von Sprache überhaupt. Nach wie vor ist das Latinum nützlich oder sogar Voraussetzung für viele Studienfächer.

Tüftelt und knobelt Ihr Kind gerne? Latein schult das analytische und kreative Denken!

Ein besonderes Anliegen ist uns die Vermittlung von Themen, die das Leben und den Alltag der Römer betreffen, aber auch ihre Kultur und die historischen Rahmenbedingungen. Der Umgang mit Texten römischer Autoren fordert zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit den verschiedensten Themen der menschlichen Existenz heraus. Er ermöglicht die Begegnung mit Geschichte, Archäologie, Kunst, Philosophie und Rhetorik der Antike, fördert Toleranz und kulturelle Offenheit.

Auf einer Exkursion nach Ladenburg entdecken wir Spuren der Römer in der Umgebung.

Ein Höhepunkt ist jedes Jahr unsere Studienfahrt nach Rom, wo wir unmittelbar erleben, was das antike und moderne Rom zu bieten hat!

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Schulcurriculum Latein.

Text: Dagmar Weinmann

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Latein verursacht keine Ausspracheprobleme:

 

Lehrende

  • Annekatrin Kinting
  • Willem Koepp
  • Stefanie Schenk
  • Dagmar Weinmann

Text: Dagmar Weinmann

Auslandsfahrt nach Rom

Jedes Jahr bieten wir für unsere LateinschülerInnen der 9. Klassen eine Auslandsfahrt nach Rom an. Wir reisen in der Regel mit dem Bus über Nacht an und erblicken morgens gegen 10 Uhr die ersten Sonnenstrahlen in Rom. Als Unterkunft wählen wir stets ein preiswertes Hotel in der Nähe des zentralen Hauptbahnhofes Termini. Von dort aus erreichen wir entweder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß bequem alle Ziele.

Programmpunkte sind das antike Rom mit Forum Romanum und Collosseum, die Kaiserforen, der Vatikanstaat mit Petersdom und den vatikanischen Museen, die alte Hafenstadt Ostia Antica, die Engelsburg mit Engelsbrücke, diverse Plätze in Rom wie z. B. Piazza Navona (oder das alte Stadion von Domitian), die stimmungsvollen Caracallathermen und viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten mehr! Dank unserer Historikerin vor Ort, Frau Langer, vorbereiteten Schülerreferaten und modernen Audioguides erhalten wir viele interessante Informationen. Endlich sehen wir die Bilder unseres Lateinbuches vor Ort und staunen nicht schlecht, wie groß z. B. der Konstantinsbogen mit seiner Inschrift tatsächlich ist!

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Die bekannte Eisdiele „Della Palma“ in der Nähe des Pantheon mit 150 verschiedenen Eissorten findet ebenso großen Anklang bei uns. Einige Eltern kommen durch ein Mitbringsel Ihrer Kinder in den Genuss des vorzüglichen Kaffees aus dem einzigartigen Cafe „Tazza d’oro“ (oder die goldene Tasse). Besonders gut gefällt uns das schülerfreundliche italienische Restaurant „Carlo Menta“ in Trastevere, in dem wir einmal abends gemeinsam essen gehen.

Das Fazit der rasanten Tage in Rom ist für alle immer eindeutig: Wir lieben Rom und wollen im nächsten Jahr sofort wieder dorthin fahren...

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Text & Bilder: Stefanie Schenk

Romfahrt 2018

Die einleitenden Worte des letzten Elternbriefes „Es ist so weit. Wir fahren nach Rom!“ gaben mir zu verstehen, dass sich das monatelange Warten endlich einem Ende zugeneigt hatte. Bald würde ich die antike Stadt der alten Römer und Sehenswürdigkeiten, die ich zuvor nur auf Bildern bewundern konnte, mit eigenen Augen sehen.

Am Tag der Reise stiegen die Spannung und die Vorfreude weiter an. In Rom angekommen, ging es direkt ins Hotel, wo wir unsere Zimmer aufsuchen und unser Gepäck verstauen konnten.

Bereits am ersten Tag bekamen wir die Möglichkeit, die Gegend um das Hotel herum eigenständig zu erkunden, wobei wir stets in einer kleinen Gruppe zusammenbleiben sollten. Dies hatte einen berechtigten Grund, da die Kriminalitätsrate Roms ziemlich hoch ist. Tagtäglich werden Menschen bestohlen, bei welchen es sich insbesondere um Touristen handelt. Trotzdem ist in allem, so auch in dieser Situation, stets etwas Positives vorhanden. Schließlich waren wir nun in unserem eigenen Interesse dazu verpflichtet, umsichtiger und verantwortungsbewusster zu handeln.

Die folgenden Tage waren von einer angenehmen Kombination aus Sightseeing und Freizeit geprägt, sodass wir zum einen die Möglichkeit bekamen, unser historisches Wissen zu erweitern und zum anderen noch immer genug Zeit für uns selbst und unsere Freunde hatten. Mein persönlicher Favorit der Reise ist und bleibt der Petersdom, von dessen Kuppel aus man einen atemberaubenden Ausblick über Rom genießen kann.

Auch das über 2.000 Jahre alte Kolosseum, das größte Amphitheater der Welt, ließ mich aufgrund seiner Größe und Bedeutung staunen. Ebenso beeindruckte mich die Vorstellung, dass an diesem Ort, lang vor unserer Zeit, Gladiatorenkämpfe stattgefunden haben, welche die Bewohner Roms anzogen und für diese zur Unterhaltung dienten.

Darüber hinaus bekam ich die Möglichkeit, meine Lateinkenntnisse nun auch außerhalb des Lateinunterrichts anzuwenden. Bereits am ersten Tag fielen mir unzählige Parallelen zwischen der lateinischen und italienischen Sprache auf, wodurch ich Schilder oder Hinweise, die auf Italienisch verfasst waren, oftmals problemlos entziffern konnte. Selbst die Bedeutung jahrtausendealter Inschriften an Sehenswürdigkeiten konnte ich oft schnell erahnen. Dies gab mir zu verstehen, wie bedeutend die lateinische Sprache noch heute ist und dass einige Sprachen ihren Ursprung in ihr haben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Rom mich viel Neues gelehrt hat und mir insgesamt nur Positives mit auf meinen weiteren Weg geben konnte. Neben den ganzen historischen Fakten wurde mir außerdem bewusst, wie wichtig Aufmerksamkeit und Verantwortung, gerade in einer großen Stadt, tatsächlich sind. Besonders das tägliche Programm, welches sowohl Ausflüge als auch genug Freizeit umfasste, prägte die unvergessliche Zeit in der Stadt der alten Römer.

Inzwischen war ich bereits dreimal in Rom und würde, sobald es möglich ist, die Reise in die Stadt der Ewigkeit jederzeit wieder antreten.

Text: Ceyda Gelirli

Die Römer in Deutschland

Nur ca. dreißig Minuten Zugfahrt vom Helmholtz-Gymnasium entfernt kann man in Ladenburg etliche Spuren der Römer finden. In der siebten Klasse wandeln unsere Lateinschülerinnen und -schüler an einem Schulcurriculumtag auf ebendiesen Spuren und können einiges von dem, was sie bis dahin bereits über das Leben der Römer erfahren haben, entdecken.

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Ende des ersten Jhs. n. Chr. entstand in Ladenburg aus einem Kastell und seinem Lagerdorf ein großer städteähnlicher Vicus als Mittelpunkt der Civitates der Neckarsueben mit Forum, Marktbasilika, Thermen und einem Theater.

Bei einer Führung durch das Lobdengaumuseum erfahren die Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissenswertes über die Vorgeschichte Ladenburgs, sondern z.B. auch etwas über die Ausrüstung und Kampfgewohnheiten der römischen Soldaten, deren Ess- und Trinkgewohnheiten, über Inschriften auf römischen Grabmälern, römische Götter u.v.m.

Auf einer Stadtrallye werden schließlich antike und moderne Überreste aus der Römerzeit gesucht und gefunden. Dabei kann man u.a. antike Hausmauern entdecken, die in eine kleine Freilichtanlage integriert sind und neben der St.-Gallus –Kirche die Relikte einer römischen Markthalle.

Bild: Stefanie Schenk Text: Annekatrin Kinting

Tag der offenen Tür – vom Kolosseum zum Frischkäse

Kommt vorbei, taucht ein in die antike Welt Roms und sammelt Eindrücke über das abwechslungsreiche und spannende Fach Latein.

Beim alljährlichen Tag der offenen Tür am Helmholtz-Gymnasium stellt die Latein-Fachschaft ihr Fach vor. Durch eine Auswahl an Büchern und Broschüren kann man in die Geschichte der römischen Antike hineinschnuppern, der Frage „Wozu Latein?“ nachgehen oder mit einem Blick ins Schulbuch „Prima.Nova“ einen Eindruck von den Anforderungen des Faches erhalten. Plakate zu der Romfahrt zeigen anschaulich, wie Schüler in der 9. Klasse die Atmosphäre der antiken Schauplätze von Ciceros Reden auf dem Forum oder den berühmtberüchtigten Gladiatorenkämpfen im Kolosseum hautnah erleben.

Mit echten Rezepten aus der Römerzeit wie z.B. Moretum (Frischkäse mit Kräutern) und Panicelli (römische Brötchen mit Lorbeerblatt) ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Des Weiteren können Jung wie Alt durch verschiedene Spiele wie z.B. das Deltaspiel und das Mühlen-Spiel erfahren, wie Kinder in der Antike ihre Freizeit verbracht haben.

Herzliche Grüße

die Latein-Fachschaft

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Bilder: Stefanie Schenk Text: Dagmar Weinmann

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