Handykonzept

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir ständig mit Medien konfrontiert sind. Medien erleichtern uns die Kommunikation. Kommunikation ist uns wichtig, denn sie stärkt das Zusammenleben in einer Gemeinschaft und Wissen kann u.U. leicht und schnell übermittelt werden. Studium und Beruf sind nicht ohne Medien zu denken. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man mit Medien umgeht, sie gebraucht, sie nutzt und in der Unterstufe habt ihr ITG-Unterricht oder nehmt am Basiskurs Medienkunde teil.

Bei unreflektiertem Gebrauch der Medien kann aber auch Trauriges, Katastrophales entstehen. Cybermobbing beispielsweise verletzt und macht Menschen verzweifelt, vergiftet das Zusammenleben und -lernen und ist unmenschlich. Da wir uns für euch an unserer Schule eine gute Atmosphäre wünschen und auch nicht wollen, dass der Unterricht durch unnötiges Klingeln usw. des Handys/Smartphones gestört wird, ist in der Schulordnung vermerkt, dass jeder auf dem Schulgelände das Handy/Smartphone ausgeschaltet und in einer Tasche verstaut hat:

Helmholtz- Gymnasium Heidelberg Auszug aus der Schul- und Hausordnung:  Elektronische Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte (z.B. Smartphones, Handys etc.) müssen vor Betreten des Schulgeländes abgeschaltet und in der Schultasche bzw. im Rucksack aufbewahrt werden. Sie dürfen nur in Ausnahmefällen mit ausdrücklicher Erlaubnis eines Lehrers eingesetzt werden. Jede Art von Aufnahmen (Ton, Film, Bild) ist auf dem gesamten Schulgelände und im Schulgebäude untersagt. Ausnahmen gelten für den Einsatz für unterrichtliche Zwecke auf Anweisung des Fachlehrers, ansonsten bedarf es der vorherigen Zustimmung der Schulleitung.

Da es hin und wieder Ausnahme- und Notfälle geben kann, ist es somit erlaubt, nach ausdrücklicher Genehmigung durch eine Lehrkraft das Handy/Smartphone auch auf dem Schulgelände zu benutzen.

Folgen bei Nichtbeachtung der Schulordnung:

Sollte ein elektronisches Kommunikationsgerät auf dem Schulgelände ohne Erlaubnis einer Lehrkraft benutzt werden und/oder wird dadurch der Unterricht oder die Schulgemeinschaft gestört, muss die Schülerin oder der Schüler das Handy/Smartphone unverzüglich ausschalten und in der Tasche verstauen. (Die Lehrkraft kann das Handy bis Unterrichtsende einziehen.) Da die Schülerin oder der Schüler damit jedoch gegen die Schulordung (vgl. Auszug aus der Schulordnung) verstoßen hat, werden deren/dessen Erziehungsberechtigte benachrichtigt und ein Vermerk im Klassenbuch bzw. eine Benachrichtigung an den Tutor folgt. Bei wiederholtem Verstoß muss die Schülerin oder der Schüler mit einer Ordnungsmaßnahme rechnen.

Zur Information über die Gesetzeslage:

Der Handy-/Smartphone-Gebrauch ist schließlich in folgenden Fällen gesetzlich geregelt und ist dann nach dem Gesetz nicht mehr Sache der Schule, sondern die der Polizei, wenn nämlich verbotene Inhalte verbreitet oder weitergegeben werden und damit eine Straftat vorliegt. Die Schule hat dann auf den weiteren Verlauf der Sachlage keinen Einfluss mehr:

  1. „Das Strafgesetzbuch verbietet die ´Verbreitung pornographischer Schriften`, wobei auch Inhalte auf Datenspeichern wie Speicherkarten oder Handys als ´Schrift` gelten. Das Verbot der Verbreitung umfasst dabei unter anderem, pornografische Inhalte Minderjährigen anzubieten oder zugänglich zu machen. Nach Ansicht der Juristen fällt darunter zum Beispiel auch, wenn man sie auf dem Handybildschirm anderen zeigt.“ (klicksafe.de)
  1. „Gewaltdarstellungen: Unter die strafbaren Gewaltdarstellungen fallen laut Gesetzestext Inhalte, die grausame oder unmenschliche Gewalt verherrlichen, verharmlosen oder ´in einer die Menschenwürde verletzenden Weise`darstellen. (…) Neben der eigentlichen Tat kann auch das Aufnehmen strafbar sein.“ (klicksafe.de)
  1. „Bei volksverhetzenden Inhalten ist es generell unter anderem verboten, sie zugänglich zu machen oder anzubieten. Dazu zählt das Strafgesetzbuch besonders Inhalte, die zum Hass gegen bestimmte Gruppen aufrufen – etwa aufgrund ihrer religiösen oder nationalen Zugehörigkeit, ihrer ´ethnischen Herkunft` – oder gegen einzelne Zugehörige dieser Gruppen.“ (klicksafe.de)

„Die Verbreitung oder Weitergabe entsprechender Inhalte an Minderjährige [ist] verboten(…). Das betrifft genauso die Weitergabe zwischen Minderjährigen.“ (klicksafe.de)

Wir gehen davon aus, dass Schülerinnen und Schüler unserer Schule nicht gegen das Gesetz verstoßen und die Polizei niemals verständigt werden muss.

Es ist uns jedoch wichtig, dass ihr über die Gesetzeslage informiert seid.

Gewalt und Illegalität haben keinen Platz in unserer Schulgemeinschaft.

Im Sinne einer guten menschlichen Atmosphäre an unserer Schule vertrauen wir auf eure Menschlichkeit, eure Toleranz und Solidarität, auf eure Zuverlässigkeit und Zusammenarbeit.

Heidelberg, Dezember 2015

Text: Gertrud Edelmann

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