Eliteschule des Sports

Das Helmholtz-Gymnasium, die Johannes-Kepler-Realschule und die Willy-Hellpach-Schule bilden mit dem Olympiastützpunkt Rhein-Neckar (OSP) und seinem Internat einen Verbund, der 2003 vom Deutschen Sportbund das Prädikat "Eliteschule des Sports" verliehen bekam. Zu den Schwerpunktsportarten am OSP gehören Basketball, Boxen, Gewichtheben, Handball, Kanu, Leichtathletik, Schwimmen, Tennis, Turnen und Volleyball.

Heidelberg ist eine von sieben Eliteschulen des Sports in Baden-Württemberg. Ziel des Partnerschulverbunds ist es, jungen Leistungssportlern optimale Rahmenbedingungen zu geben, damit Schule oder Ausbildung und Training nebeneinander funktionieren. Ca. 50 Athletinnen und Athleten verschiedener Landes- und Bundeskader werden zurzeit betreut. Die Jugendlichen stehen unter doppelter Belastung und müssen regelmäßiges Training und Wettbewerbe mit Schule, Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Klausuren „unter einen Hut bringen“.

Abhängig von der Sportart haben die jungen Sportler 15-25 Stunden Training pro Woche. Einige haben mehrere Trainingseinheiten pro Tag zu absolvieren.

Einige Schülerinnen und Schüler haben bereits vor Unterrichtsbeginn eine Frühtrainingseinheit hinter sich gebracht.
Addiert man zu den Trainingszeiten die Unterrichtsstunden, Zeit für Hausaufgaben, Vorbereitung von Klassenarbeiten und Klausuren, Fahrzeiten zu den Sportstätten, dann kommt man leicht auf einen zeitliche Belastung von 60-80 Stunden in der Woche. Dazu kommen häufig noch erhebliche sportlich bedingte Fehlzeiten durch Trainingslager und Wettkämpfe.

Um den jungen Menschen den Spagat zwischen Leistungssport und Gymnasium zu ermöglichen, erhalten sie am Helmholtz-Gymnasium Unterstützung von Seiten der Schulleitung, des Lehrerkollegiums und ihren Mitschülern.
Frau Schenk, Frau Tross, Herr Gängel und Herr Roth arbeiten als Koordinatorenteam eng mit den Athleten, Eltern, Trainern und dem Olympiastützpunkt Rhein-Neckar zusammen und versuchen für alle schulischen und sportlichen Belange eine Lösung zu finden (z. Bsp. regelmäßige Treffen mit den Koordinatoren, Freistellung vom Unterricht, enge Absprachen zwischen Koordinatoren und Fach- bzw. Klassenlehrern). Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, leistungsschwache Sportlerinnen und Sportler in einzelnen Fächern zu unterstützen.

Das Helmholtz-Gymnasium kann seine Talente mit höherem Kaderstatus für Training und Wettkämpfe vom Unterricht befreien. Am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar im Neuenheimer Feld wird für Athletinnen und Athleten des OSP der ausgefallene Unterricht, wenn möglich von Lehrerinnen und Lehrern des Helmholtz-Gymnasiums nachgeführt. Darüber hinaus erhalten sie dort Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung.
Weiterhin arbeiten die OSP-Athletinnen und Athleten mit einem Laufbahnberater zusammen, in den dortigen Sportstätten finden sie beste Trainingsbedingungen vor und erhalten medizinische und sportpsychologische Beratung. Dieses Paket aus Leistungsförderung und individueller Betreuung soll den jungen Sportlerinnen und Sportlern eine optimale Verknüpfung von Leistungssport und Schule ermöglichen.

Text: Andreas Gängel und Christine Tross

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