hEImun – HGH-Schüler bei Model United Nations

hEImun – Bericht

80 Delegierte, vier Komitees, drei Tage intensive Debatte und Lobbying sowie fünf verabschiedete Resolutionen – mit dieser Bilanz geht das diesjährige Heidelberg Englisches Institut Model United Nations, kurz hEImun, zu Ende. Das Model United Nations ist eine englischsprachige Simulation der Vereinten Nationen. Die Konferenz ist aufgeteilt in vier Komitees, die World Health Organisation, das Economical and Social Council, das United Nations Environment Programme und das Security Council. Das Ziel der Komitees, denen jeweils zwei Chairs vorsitzen, ist es, eine Resolution zu verabschieden, die die Interessen aller Nationen befriedigt. Die diesjährige Agenda umfasste Punkte wie Strenghtening hydro-diplomacy in areas of potential water conflicts, Promoting access to clean water in underdeveloped areas und Challenging the consequences of climate change in countries threatened by a rising sea level.

Der erste Tag startete mit der Anmeldung, bei der jeder Delegierte einen Ausweis mit seinem Namen, seinem Land und seinem Komitee erhielt. Im Anschluss konnten die Delegierten, Schüler im Alter von 10 bis 20 Jahren aus ganz Deutschland, ihre Taschen in den Sitzungsräumen abstellen und sich danach zur Opening Ceremony begeben. Nach Ansprachen der Organisatoren und einiger MUN-erfahrener Schüler wurde die Konferenz mit einem traditionellen Hammerschlag eröffnet.

Die erste offizielle Sitzung der Komitees wurde, wie alle darauffolgenden, mit dem Roll Call, der Anwesenheitskontrolle, begonnen. Die Stimmung wurde mit einigen icebreakern und mock-debates aufgelockert. Hier wurden vor allem Erstteilnehmer aufgefordert sich zu beteiligen, um sich mit den formellen Abläufen vertraut zu machen. Nach dem Mittagessen startete das Lobbying, bei dem die Delegierten zusammen Resolutionen erarbeiten, die möglichst umsetzbar und im Interesse aller sein sollten. Schnell bildeten sich drei Gruppen, eine mit den Delegierten Afrikas, eine mit denen der asiatischen Länder und eine Gruppe der europäischen Länder sowie der USA, die jeweils an eigenen Resolutionen arbeiteten. Dieser Prozess nahm den gesamten ersten Tag in Anspruch. Nachdem die offiziell angesetzte Arbeitszeit um 16:00 endete, wurden abgefangene Notepapers, also Nachrichtenzettel, die von jüngeren Schülern übermittelt werden und die sich oftmals nicht direkt mit den angesetzten Themen befassen, vorgelesen und Bestrafungen für Fehlverhalten, nicht formelle Kleidung oder zu späte Ankunft vollzogen. Die Bestrafungen waren meist für alle bis auf die direkt Betroffenen sehr amüsant. Heiratsanträge, Slow-Dances oder Gesangsstunden zählten zu den üblichen Bestrafungen.

Am zweiten Tag wurden die Resolutionen vor das Approval Panel gebracht, wo sie auf Formfehler überprüft wurden und dann zur Debatte freigegeben wurden. Während der Debatte konnten die einzelnen Nationen ihre Argumente vortragen und zu ihnen befragt werden. Nach einigen Stunden Debatte pro Resolution wurde über sie abgestimmt und sie wurde entweder abgelehnt oder verabschiedet.

Nach dem Sitzungsschluss des zweiten Tages wurde zusammen auf dem Gelände des Englischen Instituts in Casual Clothing gegrillt und anschließend wurde die kleine Feier wie jedes Jahr auf die Neckarwiese verlegt.

Zur Freude der Mehrheit hatten einige der Delegierten mit den Auswirkungen der Feier am Vorabend zu kämpfen und qualifizierten sich durch Fehlverhalten für weitere Bestrafungen. So musste etwa die  Delegierte Russlands in der WHO die amerikanische Nationalhymne singen oder der Vorsitzende der WHO seine Tanzkünste darbieten.

Dennoch wurde auch am letzten Tag noch debattiert und Resolutionen verabschiedet. Nach den Wahlen zum best delegate, best dressed male/female delegate, cutest Couple, best first-timer, most likely to become a hooker, cutest delegate, hottest delegate-      , most likely to end up in prison und most likely to work at the UN, wurde die hEImun-Konferenz mit der Closing Ceremony und einem Hammerschlag beendet.

Die zehn Teilnehmer des Helmholtz-Gymnasiums, Anita Rausch (Indonesien), Calle Schuricht (Indonesien), Cecilia Stricker (Indien), Christopher Schön (Indien), Ellen Härdtl (USA), Jonathan Engel (USA), Max Siegel (USA), Raeesa Yousaf (Indonesien), Richard Gassert (Angola) und Tuyet-My Pham (Indien), die bis auf Max Siegel alle das erste Mal dabei waren, hatten jede Menge Spaß die Abläufe der UN zu erlernen, ihre Debattier- und Sprachfähigkeiten auszubauen sowie am sozialen Austausch. Trotz des hohen Maßes an abverlangter Disziplin und des teils straffen Zeitplanes freuen sie sich auf die nächste MUN-Konferenz.

 

„I was so annoyed, so I released my nukes on Russia” – Cecilia Stricker

„It`s a great event. Judging everybody, laughing at their accents. Worth it” – Tuyet-My Pham

„A snowball is the proof that climate change is not happening.” – Ellen Härdtl

„I really want to rule the world, but I`m just the delegate of Angola” – Richard Gassert

„I would enjoy acting childish, but I really need to be best deligate” – Max Siegel

„The world is pretty much dead” – Cecilia Stricker

„Russia plans to kick the USA out of the UN and send the dead bodies to the Hunger Games” – Ellen Härdtl

„This was the first conference for everyone (except for mine) from my school’s delegation, seems like all HGH students can agree that it was great” – Max Siegel

 

Bericht: Jonathan Engel, K1

von l.jech am 06.09.2017 um 20:26